gartenarchäologie

Bis an Johannis wird gepflanzt
ein Datum, das du dir merken kannst.

wenn nicht mehr gepflanzt wird, wird nicht mehr gegraben. nachdem im letzten herbst eine grosse alte hecke zum nachbargrundstück komplett verschwunden ist, haben wir mehr licht und platz zum pflanzen. die hecke wurde seit jahrzehnten nicht gepflegt, und hier wurde ebenso lange der boden nicht mehr bearbeitet.

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fundstücke auf einer „beetumrandung“ aus stämmen des acer / ahorn aus der hecke. l.: bodenverbesserung durch lupinus angustifolius ‚boruta‘ / blaue lupinen, mickrige mariendisteln → rückkehr in den garten: silybum marianum / mariendistel & sogenanntes „unkraut“. m.: dipsacus sylvestris / wilde karde r.: ein kleines „hochbeet“ aus baumstämmen mit ‚raad het zaad‘ von onze eigen tuin.

hecke_500   die „hecke“…

der sauzahn bleibt sofort an wurzeln und backsteinen hängen, und bei jedem spatenstich findet man etwas: scherben von haushaltskeramik und fliesen, halterungen für regale, … bei renovierungen der häuser auf das grundstück gekippt und von der hecke überwuchert. wer hat hier gewohnt? wer hat das grundstück – den garten?, es stand hier mal ein grosser birnbaum… – genutzt? wann sind die schüsseln, tassen & teller zerbrochen? welche bücher wohl auf dem regal gestanden haben?

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muss mal bei unseren nachbarn recherchieren: stadtteilarchiv ottensen e.v. – geschichtswerkstatt für altona.

grosser_plan_von_hamburg_altona-ottensen_1903_250   als altona-ottensen nicht mehr dänisch war… der israel. kirchhof noch kein ekz war… der „eigene garten“ noch in der grossen carlstr. gelegen hätte…detail aus: ‚grosser plan von hamburg, altona-ottensen und wandsbek‘, verlagsanstalt und druckerei a.-g., 1903.

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die „idee“ ist nicht neu…inspiration? eine ähnliche sammlung von fundstücken gibt es im garten von anne wareham & charles hawes: veddw house garden.

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