„Allein, daß dies Alles auch ein Ganzes bilden sollte, …“ / georg forster, ‚ansichten vom niederrhein, […], england und […]‘

Jeder Schulmeister in einer Lateinischen Schule weiß ein Recept, nach welchem man eine Ode verfertigen kann; und in der That sind die Ingredienzien, bis auf das Eine, das Genie des Dichters, überall zu haben. Eben so läßt sich von jedem Gärtner lernen, daß zu einem schönen Englischen Park Bäume und blühendes Gebüsch, rieselnde Waldbäche, schlängelnde Pfade, Tempelchen, Moossitze, Inschriften, Denksäulen, Begräbnißurnen, und, so Gott will, auch Ruinen, gehören. Dies alles findet man denn in so manchem Garten in England, wie in so manchem auf dem festen Lande, der im Englischen Geschmacke seyn soll. Allein, daß dies Alles auch ein Ganzes bilden sollte, daran wird selten gedacht; weil man sicher glaubt, diese Absicht werde schon durch die Hecke, die das Grundstück vom nachbarlichen Gebiete trennt, vollkommen erreicht.

george forster, ‚ansichten vom niederrhein, von brabant, flandern, holland, england und frankreich, im april, mai und junius 1790.‘, dritter theil, 1794

ps 1: forster scheibt über einen besuch in ‚the leasowes‚.

ps 2: die reise unternahm forster mit alexander von humboldt.