„raus aus dem garten!“

mit anke schmitz (garten auf freigang) in der ausstellung ‚thomas gainsborough. die moderne landschaft‘ in der hamburger kunsthalle:

gruenesblut.net

 

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„Gärten sind begehbare Bilder.“ / ludger gerdes, ‚anmerkungen‘ zu ’schiff für münster‘

Gärten sind wie erotischer Zustand zwischen Kultur und Natur. Die Kunst des 20. Jahrhunderts hat kaum mehr Gärten geschaffen. Vielleicht war sie autoerotisch.

Gärten sind begehbare Bilder. Sie sind zu Realität gewordene Inszenierungen der Welt, in ihnen vergegenständlicht sich, wie der Mensch Dinge interpretiert und gestaltet sehen will. Gärten sind ein Muster an Kommunikation. Sie setzen immer eine Kommunikation und Integration von Kunst und Natur voraus und oft eine Kommunikation und Integration verschiedener Kunstgattungen untereinander. […]

Es ist komisch, wie sehr in der modernen Kunst der Gedanke reflektiert wurde, Kunst könne Objekte um ihrer selbst willen herstellen, ohne daß sie als Bilder legitimiert werden müßten; daß aber kaum je der weitere Schritt getan wurde zu sagen, sie könne auch eigenständige Orte schaffen.

ludger gerdes, ‚anmerkungen‘ (zum projekt ’schiff für münster‘) in ’skulptur projekte in münster 1987′, katalog zur ausstellung hrsg. von klaus bußmann und kasper könig, münster/köln 1987

gartenkunst: osterspaziergang im lwl-museum für kunst und kultur, münster

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l. o.: malus & ficus carica im garten eden: johann brabender, ‚adam und eva vom paradies des st. paulus-doms in münster‘, um 1545/50; r. o.: lilium candidum: ludger tom ring d. j., ‚vase mit lilien und iris, 1562; l. m.: sambucus nigra: carl gustav carus, ‚blühende holunderhecke im mondschein‘, um 1823; untere reihe v.l.n.r.: pavo am wannsee (gutspark neukladow): max slevogt, ‚blumengarten in neu-cladow‘, 1912; populus nigra ‚italica‘: ludger gerdes, model ’schiff für münster‘, skulptur projekte 1987 & warten auf 2017: jeremy deller, ’speak to the earth and it will tell you‘, skulptur projekte 2007.