saisonende im pomarium anglicum

die letzten äpfel der saison im obstmuseum pomarium anglicum von karin und meinolf hammerschmidt in winderatt: alte obstsorten auf einer ehemaligen koppel in der angeliter knick-landschaft → „eingefriedigte parzellen, nicht größer als ein stück gartenland“.

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„the orchard, a place that is not so often included“ / ‚colour in the flower garden‘ von gertrude jekyll

[…] the orchard, a place that is not so often included in the pleasure-ground as it deserves. For what is more lovely than the bloom of orchard-trees in April and May, with the grass below in its strong, young growth; in itself a garden of Cowslips and Daffodils. In an old orchard how pictorial are the lines of the low leaning old Apple-trunks and the swing and poise of their upper branches, best seen in winter when their graceful movement of line and wonderful sense of balance can be fully appreciated. But the younger orchard has its beauty too, of fresh, young life and wealth of bloom and bounteous bearing.

Then if the place of the orchard suggests a return to nearer pleasure-ground with yet some space between, how good to make this into a free garden orchard for the fruits of wilder character; for wide-spreading Medlars, for Quinces, again some of the most graceful of small British trees; for Service, Damsom, Bullace, Crabs and their many allies, not fruit-bearing trees except from the birds‘ and botanists‘ point of view, but beautiful both in bloom and berry, such as the Mountain Ash, Wild Cherry, Blackthorn, and the large-berried White-thorns, Bird-cherry, White Beam, Holly and Amelanchier. Then all these might be intergrouped with great brakes of free-growing Roses and the wilder kinds of Clematis and Honeysuckle. And right through it should be a shady path of Filberts or Cobnuts arching overhead and yielding a bountiful autum harvest.

gertrude jekyll, ‚colour in the flower garden‘, london, 1908.

malus sepulcreti

malus sepulcretum   ein apfelbaum (sorte unbekannt) auf dem friedhof ( → Unter dem Ziegenberg / harzerfuhrherren.wordpress.com) neben der dorfkirche buntenbock, oberharz.

ein obstbaum auf dem friedhof? eine friedhofsbepflanzung mit langer tradition.

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Da namen sie den leichnam Jhesu / vnd bunden jn in leinen Tücher mit Specereien / wie die Jüden pflegen zu begraben. / Es war aber an der Stete / da er gecreutziget ward / ein Garte / vnd im garten ein new Grab / in welches niemand je gelegt war. / Da selbs hin legten sie Jhesum

johannes 19, 40-42. übersetzung von martin luther, 1545.

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r.: der st. galler klosterplan / codex sangallensis 1092, enstanden um 820 im kloster reichenau. heute in der stiftsbibliothek st. gallen. l. (detail): der friedhof der mönche im obstgarten oder der obstgarten der mönche als friedhof. der friedhof/obstgarten befindet sich auf dem gesamtplan o.r. neben dem gemüsegarten.

die beschriftung des planes:

friedhof:

Inter ligna soli haec semper sanctissima crux est / in qua perpetuae · Poma salutis olent / Hanc circum iaceant defuncta cadauera fratrum / Qua radiante iterum ·Regna poli accipiant

Unter diesen Hölzern der Erde ist das heiligst immer das Kreuz, / an dem duften die Früchte des ewigen Heils. / Um es herum sollen liegen die Leiber der verstorbenen Brüder; / wenn es wieder erglänzt, mögen sie empfangen die Reiche des Himmels

obstgarten:

M[alus] uel perarius / prunarius / sorbarius / mispolarius / laurus / castenarius / ficus / guduniarius / persicus / auellenarius / amendelarius / murarius / nugariu

Apfelbaum und Birnbaum / Pflaume / Speierling / Mispel / Lorbeer / Kastanie / Feige / Quitte / Pfirsich / Haselnuss / Mandelbaum / Maulbeerbaum / Walnuss

übersetzung nach walter berschin und walter horn.

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[…] ’s war Herbsteszeit,

Wieder lachten die Birnen weit und breit;

Da sagte von Ribbeck: „Ich scheide nun ab.

Legt mir eine Birne mit ins Grab.“

[…]
Und im dritten Jahr aus dem stillen Haus

Ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gingen wohl auf und ab,

Längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,

Und in der goldenen Herbsteszeit

Leuchtet’s wieder weit und breit.

Und kommt ein Jung‘ übern Kirchhof her,

So flüstert’s im Baume: „Wiste ’ne Beer?“

Und kommt ein Mädel, so flüstert’s: „Lütt Dirn,

Kumm man röwer, ick gew‘ di ’ne Birn.“

So spendet Segen noch immer die Hand

Des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

theodor fontane, ‚herr von ribbeck auf ribbeck im havelland‘, in ‚gedichte‘, stuttgart/berlin, 1889.

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Come, my spade. There is no ancient gentleman but gardeners, ditchers, and grave-makers: they hold up Adam’s profession.

william shakespeare, hamlet

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