alter botanischer garten, kiel

ursprünglich 1669 unter christian albrecht von schleswig-holstein-gottorf als hortus medicus von johann daniel major, wahrscheinlich nach dem vorbild des orto botanico di padova angelegt, mit pflanzen aus dem neuwerk in gottorf (schleswig) im garten des kieler schlosses gegründet. aus dem dann königlich dänischen botanischen garten, direktor ernst ferdinand nolte lieferte beiträge für die ‚flora danica‘, wurde ein königlich preußischer. nach umzügen wurde der jetzige alte botanische garten an seinem heutigen platz 1884 eröffnet. das areal, 1825 als english landscape garden in der endmoränenlandschaft vor der stadt angelegt, gestaltete adolf engler (prof. für systematische botanik an der christian-albrechts-universität zu kiel & ab 1889 direktor des botanischen garten in berlin, schöneberg später dahlem) diesen von 1878 bis 1884 in einen botanischen garten um. der erste botanische garten mit einer pflanzengeographie. ab 1975 zog der (neue) botanische garten auf den campus der universität um. übrig blieb eine öffentliche parkanlage … Weiterlesen

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virtuelles lapidarium: der betende knabe

von griechenland nach preussen

gefunden wird die statue, entstanden am ende des 4. jh. v. chr, ohne arme im späten 15. jh. auf rhodos bei bauarbeiten zur verstärkung der stadtmauer. sie gelangt nach venedig, hier wird dem knaben um 1558 der linke vorderfuss neu angesetzt, dann nach verona und schließlich in die sammlung der familie gonzaga nach mantua. nach einem kurzen aufenthalt in london im besitz von charles I., kommt sie nach frankreich in die sammlung von nicolas foucquet, dem finanzminister von ludwig XIV., hier werden die arme ergänzt, neue augen eingesetzt und risse repariert. der knabe findet seinen platz in foucquets schloss vaux-le-vicomte.

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„example touchant les proportions et les contours“: ganymed in gesellschaft des herkules farnese (m.) & des apollo von belvedere (2. von r.). aus henri testelin, ’sentimens des plus habiles peintres du tems, sur la pratique de la peinture et sculpture: recueillis & mis en tables de preceptes, avec six discours academiques, extraits des conferences tenuës en l’academie royale desdits arts […]‘, paris, 1680.

weiter geht es nach wien in die sammlung von prinz eugen von savoyen, in den gelben salon seines winterpalais‘, und in die sammlung von josef wenzel von lichtenstein.

1747 kaufte friedrich II. von preussen die statue aus der sammlung lichtenstein und liess sie im gitterpavillon an der ostseite von sansscousi aufstellen. er konnte sie so von seiner bibliothek aus sehen … Weiterlesen

rosengarten zweibrücken (nach der hauptblüte)

rosengarten_zweibrücken_800 Weiterlesen

the roof garden commission: dan graham with günther vogt

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one of my favorite pavilions:

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my private #RHSchelsea

my private #RHSchelsea

diy: hm the queen attending the chel… ottensen windowsill flower show: the figs (→ ficus carica / pfälzer feige → ottensener feigen) & the elder (→ sambucus nigra… more soon!) not ready for chelsea…

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#RHSchelsea / #chelseaflowershow / #RHSChelseaflowershow via social media. at first glance:

back to the roots: paradaidha. ‚the paradise garden‘ by @clevewest for @MandGGarden. want to see more of the fountain…

@mattiechilds for @brewindolphin. great arches & planting as far as one can see.

#cavepavilion by @walkergarden with plants from @crugfarmplants, sponsored by @GardenMuseumLDN. about plant collecting… a contemporary wardian case.

oh yes plants & collecting: i guess i need a #neptunsgold / eryngium ’neptune’s gold‘. #newplants by @NeilAlcock / @hardyplants / @grahampfe.

& not to miss @ChelseaFringe!

dan graham – museum as garden/garden as museum

Wenn der König [Ludwig XIV.] im Garten spazieren geht, sitzt die Dame [Madame de Maintenon] in einer Sänfte, so man auf vier Räder gesetzt hat, und vier Kerl ziehen sie. Und der König geht wie ein Lakai nebenher und jedermann folgt zu Fuß. Alles kommt mir hier vor wie die verkehrte Welt; finde hier nichts schön als den Ort [Château de Marly].

liselotte von der pfalz, duchesse d’orléans, an sophie von der pfalz, kurfürstin von hannover. marly, 2. juli 1699

weingarten

weingarten

Ein besonderer Garten ist überflüssig, alles Land ringsumher ist, so weit das Auge reicht, ein großer Garten

ludwig I., könig von bayern

kloster drübeck / horti conclusi mit gartenhäusern

kloster drübeck

das kloster drübeck – ein benediktinerinnenkloster – wird erstmals im jahre 960 in einer urkunde kaiser otto I. erwähnt. im 10. jh. wird die romanische klosterkirche errichtet. im 18. jh. fällt der besitz an die grafen von stolberg-wernigerode und wird zu einem evangelischen damenstift.

 Graf Christian Ernst [von Stolberg-Wernigerode] lässt die Anlage in der Zeit von 1720-30 großräumig umbauen. […]

Nach dem Klosterumbau zeigt der Entwurfsplan von 1737 ‚Plan du Convent de Drubeck et de Les Batiments de Menagerie et de les jardins‘ eindeutig barocke Stilelement. Geometrische Beete, Wegekreuze mit Betonung der Mitte vermitteln eine Tendenz zum repräsentativen Ziergarten. Elemente wie Brunnen und Gartenhäuser verdeutlichen diesen Stil. Die Bepflanzung hatte nicht mehr ausschließlich Nutzgartencharakter. Blumen- und Obstgarten werden namentlich benannt. Die Auf- und Einteilung der Nutzflächen wurden in die Geometrie übernommen (z.B. Bleichgarten). Den Konventmitgliedern und den Stiftsdamen, die im Kloster ihre Ausbildung erhielten, wurden verschiedene in sich geschlossene Gärten zugesprochen.

[…] Für jede Stiftsdame wurde ein Gartenhaus an der Einfassungsmauer geschaffen. Die Gartenhäuser, ausgestattet mit einem Canapé, zwei mit Leder beschlagenen Tabourettes – das sind ovale Teetische -, dienten dem Gebet und den Aufenthalt am Tage. Fenster und Türen waren mit bemalter Gaze gestaltet. Durch Türen und Tore waren die verschiedenen Gärten des Klosters miteinander verbunden. Jeder Garten ist in sich geschlossen und besitzt seinen eigenen Charakter und vermutlich auch unterschiedliche Funktionen und Nutzungen.

annett kriewald, ‚das kloster drübeck und seine gärten‘ in ‚fülle des schönen – gartenlandschaft harz‚ wieder abgedruckt in dieter pötschke hrsg., ‚herrschaft, glaube und kunst: zur geschichte des reichsstiftes und klosters drübeck‘, harz-forschungen bd. 24.