der georgengarten: ein besuch bei leibniz & grossstadtgrün

die herrenhäuser gärten: barocke gartenkunst im grossen garten, botanik im berggarten & ein öffentlicher park. der georgengarten, benannt nach george IV. king of the united kingdom &c. und könig von hannover. überschwemmungsgebiet der leine, gärten des adels in der nähe der sommerresidenz der kurfürsten von braunschweig-lüneburg, 1768 durch johann ludwig von wallmoden-gimborn zum wallmodengarten zusammengefasst, ab 1828 zum english landscape garden umgestaltet (ab 1835 durch franz christian schaumburg), seit 1921 städtisch …

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die herrenhäuser gärten: der berggarten

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hannover, stadtbahnlinie 4 richtung garbsen, haltestelle herrenhäuser gärten, der bibliothekspavillon im berggarten, strassenseite …

erst eine sanddüne (der name berg ist geblieben) dann garten. ein platz zum experimentieren, ein ort für pflanzen die im barocken korsett des grossen gartens (→ der grosse garten in herrenhausen, sophie von der pfalz & …) auf der anderen strassenseite nicht passten.

unter herzog johann friedrich von braunschweig-lüneburg begann hier das gärtnern.

später liess sophie von der pfalz, verh. kurfürstin von hannover, exotische gewächse anpflanzen und brachte ihre stetig wachsende pflanzensammlung unter. ab 1704 wurde eine plantage mit maulbeerbäumen für die seidenraupenzucht gepflanzt. auf anraten von gottfried wilhelm leibniz (→ philosophische gespräche im garten …).

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seidenraupenfutter: morus alba / weisser maulbeerbaum mit blick in richtung des präriegartens. gepflanzt 2014 von den freunden der herrenhäuser gärten e.v. (zusammen mit einem morus nigra / schwarzem maulbeerbaum).

1849 erbaute georg ludwig friedrich laves das erste palmenhaus. 1880 entstand das grosse palmenhaus von richard auhagen (in den 1950igern abgerissen, heute steht dort ein tropisches aquarium… event-fische im garten… ). Weiterlesen

„Bäume, Hecken und Statüen hiengen voll von Schaulustigen.“ / die herrenhäuser gärten im regen: feuerwerk für george IV. könig von england und von hannover, 18. oktober 1821.

Von Sonnenuntergang bis spät in die Nacht strömten nun Einheimische und Fremde nach Herrenhausen hinaus. Eine unabsehbare und ununterbrochen fortgesetzte Kette von Fußgängern zog sich fort vom Steinthore durch die mit Pechfackeln hell erleuchtete Allée bis zum Herrenhäuser Schloßgarten, während der Fahrweg dahin niemals von der prachtvollsten Equipagen leer wurde, deren man mehrere hunderte gezählt haben will. Der Schloßgarten selbst stand heute für jedermann offen; um jedoch in den inneren Schloßhof, nach der Gartenseite hin, Zutritt zu bekommen, waren Einlaß-Karten erforderlich, und deren für mehr als zweytausend Personen ausgetheilt worden. Daraus kann der Leser auf die Anzahl von Zuschauern schließen, welche auf dem großen Raume des Schloßgartens in gedrängten Haufen versammelt war. Bäume, Hecken und Statüen hiengen voll von Schaulustigen. Welche bedeutende Zurüstungen zu dem Feuerwerke gemacht worden, welches heute abgebrannt zu werden bestimmt war, das werden meine Leser aus der unten folgenden ausführlichen Beschreibung ersehen können. Aber der Himmel lächelte gerade heute nicht heiter, sondern drohete sogar gegen Abend, alle frohen Erwartungen durch herabströmende Regengüsse gänzlich zu stören. Völlig so arg wurde es nun freylich nicht, aber das Ganze würde gewiß in jedem seiner einzelnen Theile einen ungleich imposanteren Eindruck gemacht haben, wenn die Maschinerien nicht von der feuchten Luft allmählig durchnäßt worden wären. Seiner vielfachen Schönheiten ungeachtet, konnte dieß Schauspiel die Menge nicht in Enthusiasmus setzen, welches gewiß geschehen seyn würde, wenn die Zuschauer selbst weniger vom Regen belästiget worden wären. Geduldig, wie es die Nähe des geliebten Monarchen gebot, harreten Zuschauer in den zwar mäßig herabfallenden, aber wegen seiner ununterbrochenen stundenlangen Fortdauer am Ende lästig werdenden und ihre Kleidung tränkenden Regen; und wer kann zur Freude gestimmt seyn, wenn er an einem kühlen Herbstabende bis auf die Haut durchnäßt unter freyem Himmel stundenlang verweilt? – Nun noch die Hauptsache, der verehrte Landesvater fehlte, Dessen Gegenwart allein schon dem Ganzen einen belebenden Geist hätte einhauchen können. Se. Königl. Maj. Waren Gottlob ! In so weit wieder hergestellt, daß Allerhöchst-Dieselben am Fenster im Sessel dem Feuerwerke zusehen konnten, aber die Menge konnte dieß der großen Entfernung wegen nicht wahrnehmen. Denn welch‘ einen schönen Eindruck jede allegorische Darstellung des Feuerweks auf due versammelte Menge machte, sobald solche nur entfernt an den verehrten Monarchen und Sein erlauchtes Haus erinnerte: dieß beweiset der einstimmige herzliche Jubel, in welchen die Zuschauer bey der leisesten Anspielung auch heute Abend ausbrachen.

heinrich dittmer, ‚ authentische und vollständige beschreibung aller feyerlichkeiten, welche in dem hannoverschen lande bey der anwesenheit seiner königl. majestät georgs des vierten während dem monate october 1821 veranstaltet worden sind.‘