an die sommerzeit denken…

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„Exhalent leur soupir final“: narcissus / narzissen… die aussaat für den sommer sollte mal auf die fensterbank…

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my private #RHSchelsea

my private #RHSchelsea

diy: hm the queen attending the chel… ottensen windowsill flower show: the figs (→ ficus carica / pfälzer feige → ottensener feigen) & the elder (→ sambucus nigra… more soon!) not ready for chelsea…

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#RHSchelsea / #chelseaflowershow / #RHSChelseaflowershow via social media. at first glance:

back to the roots: paradaidha. ‚the paradise garden‘ by @clevewest for @MandGGarden. want to see more of the fountain…

@mattiechilds for @brewindolphin. great arches & planting as far as one can see.

#cavepavilion by @walkergarden with plants from @crugfarmplants, sponsored by @GardenMuseumLDN. about plant collecting… a contemporary wardian case.

oh yes plants & collecting: i guess i need a #neptunsgold / eryngium ’neptune’s gold‘. #newplants by @NeilAlcock / @hardyplants / @grahampfe.

& not to miss @ChelseaFringe!

Das Pfarrhaus liegt neben der Kirche. Die Kirche ist ein strenger Bau, das Pfarrhaus liegt gemächlich da. Um die Kirche herum liegt der Friedhof, um das Pfarrhaus herum ein Garten. Im Kirchturm läuten die Glocken, aus dem Rauchfang des Pfarrhauses steigt blauer Dunst. Im Garten des Todes blühen die weißen Blumen, im Garten des Pfarrers wächst das Gemüse. Dort stehen Kreuze, hier steht ein Gartenzwerg. Und ein ruhendes Reh. Und ein Pilz.

ödön von horváth, ‚jugend ohne gott‘, 1937

M M X I V

planungen für den „eigenen“ garten und/oder den blog (nicht zu verwechseln mit sogenannten „guten vorsätzen“):

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wilfried hansmann, ‚das gartenparterre – gestaltung und sinngehalt nach ansichten, plänen und schriften aus sechs jahrhunderten‘, quellen und forschungen zur gartenkunst bd. 28, worms, 2009

robin whalley and anne jennings, ‚knot gardens and parterres – a history of the knot garden and how to make one today‘, foreword by the marchioness of salisbury, london, 1998

gabrielle voigt, ‚blankenburg – residenz / lustgarten / kleines schloss‘, hrsg. vom museum kleines schloss, stadt blankenburg, blankenburg/harz, 1996

johann conrad schlaun (postkarte: porträt j.c.sch., undatiert u. unsigniert, kopie nach einem original aus dem 18. jh., stadtmuseum münster): → ‚plan vom ganzen platz und vorplatz des rüschhauses nebst denen beyden gartens.‘, 1745; → lustgarten auf der twickelschanze (heute engelenschanze) in münster, 1729/31.

zweiter versuch: hamamelis x intermedia ‚jelena‘ / zaubernuss

da sind noch samen: silybum marianum / mariendistel

wir basteln uns ein alpinum: eryngium alpinum / alpen-mannstreu & carlina acaulis / silberdistel

&c. pp

[…]

As the garden grew with the plan

So does the plan with the garden.

[…]

berthold brecht, ‚garden in progress‘ (über den garten seines freundes charles laughton), los angeles, 1944

gartenzwerg, der

                  zipfelmütze_close_s

Gartenzwerg, Zwerge sind im Verhältnis zur Größe des Menschen winzige Phantasiegestalten, die in Märchen und Sagen auftauchen. In den Gestaltungen zum Garten- und Parkzwerg wurden die Erd-, Bergmännlein und Gnome entzaubert und verkitscht. Die Herstellung von Porzellanzwergen durch die Kaiserliche Hofmanufaktur Wien erreichte zwischen 1744 – 1750 ihren Höhepunkt. Ende des 18. Jh.s produzierte die Firma Derby in England eine Serie von Gartenzwergen. Nach dem allmählichen Verschwinden des Zwergenwesens in architektonischen Gärten des Barock taucht es als menschenfreundliches Wesen im Bürgergarten wieder auf. Als ihr Erfinder gilt Sir Charles Edmund Isham (1819-1903). Ausdrücklich empfohlen wird die Belebung eines Gartens mit Zwergenfiguren von John Claudius → Loudon in seiner Encyclopedia of Gardening von 1850. Berühmt ist das „Zwergenreservat“ [The Gnome Reserve & Wild Flower Garden] von North-Devon in Südengland mit über 1000 Zwergenfiguren. Vgl. zu den Zwergenzyklen in der Gartenskulptur auch →Calotzwerge.

                   callot_gobbi_s

Callotzwerg, fester Begriff der spätbarocken Ikonographie, der sich herleitet aus der Serie der gobbi (ital., „Bucklige“) aus dem Jahr 1616 von Jacques Callot (1592/1593 – 1635). Von Callot ausgehend, entstehen Gartenfiguren aus dem Alltags- und Volksleben in Zwergengestalt. Zahlreiche Beispiele dafür finden sich im Veneto [Italien], beispielsweise im Garten der Villa Valmarana ai Nani in Vicenza. In Deutschland sind als Beispiele in der Skulptur der Zwergenreigen in Schloß Öttingen, der „Zwerglgarten“ von Schloß Mirabell bei → Salzburg und insbesondere die zwergenhaften Karikaturen des Hofstaates im Schloßgarten von → Weikersheim in Franken (1709) zu nennen. → Gartenzwerg

‚wörterbuch der europäischen gartenkunst‘ von gabriele uerscheln und michaela kalusok, stuttgart, 2011.

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