tuinen het loo: ‚a description of the king’s royal palace and gardens at loo‘ & knipsen

von 1685 bis 1692 liess der niederländische statthalter willem van oranje für sich und seine frau mary stuart, tochter von james II, das schloss het loo erbauen. die architekten waren der aus frankreich stammende hugenotte daniël marot und jacobus roman, stadtbaumeister von leiden, ab 1689 hofarchitekt. mit dem palast aus backstein wurden die gärten angelegt. der fränzösische einfluss von andré le nôtre, hofgärtner von willems intimfeind louis XIV., ist zu spüren. was jedoch hier im waldgebiet veluwe bei apeldoorn entstand, ist niederländisch, hollands classicisme. prunkvoll und repräsentativ, aber nicht protzig à la versailles.

1689, nach der glorious revolution, bestiegen die erbauer als william III und mary II den englischen thron. hampton court, mit dem für willem angelegten privy garden, oder kensington palace wurden zu hauptresidenzen. im 18. jhr. wurde der garten teilweise dem zeitgeschmack angepasst. im19. jhr., unter louis napoléon bonaparte, verschwand der barock und ein landschaftsgarten wurde angelegt, die barocken paterres aufgefüllt. in der regierungszeit von königin wilhelmia, die nach ihrer abdankung hier lebte, kamen nebengebäude hinzu. zwischen 1977 und 1984 wurde der barocke tuinen het loo rekonstruiert.

bei barockgärten wird gerne mantramässig vom einfluss der gärten von versailles gesprochen. gerade in nordeuropa sollte man eher vom einfluss von het loo sprechen. das im marketingjargon als ”westfälisches versailles” bezeichnete schloss nordkirchen, ist ein „münsterländer het loo“: neben dem architekten gottfried laurenz pictorius (später johann conrad schlaun) wirkte am bau auch jacobus roman mit. oder der große garten in herrenhausen: sophie von der pfalz, kurfürstin von braunschweig-lüneburg aka hanover, war massgeblich an der gestaltung beteiligt. die tochter des winterkönigs, friedrich V. von der pfalz, verbrachte ihre kindheit im niederländischen exil des vaters bei der verwandtschaft ihrer mutter elisabeth stuart. der einfluss der niederländischen gärten wie het loo ist in hannover jederzeit sichtbar, wenn man die versailles-brille abnimmt. eine barocke dutch wave …

1699 erschien in london das buch ‚a description of the king’s royal palace and gardens at loo, […]‘ vom königlichen leibarzt walter harris. eine beschreibung des gartens im „original“-zustand und ein wichtiges dokument für die restaurierung des tuinen het loo:

THIS Description of the King’s Palace, and Gardens at Loo, was most of it written at the Command of our late most Incomparable Queen, of ever Glorious Memory, who was not displeased with the Sight of it; and who, though she Honoured this Royal Fabrick with the laying its first Stone, yet could never have the Pleasure of seeing it Perfected: […]

  

die mittlere allee & ein baunzaun (nicht richard serra, das paleis wird renoviert).

HIS Majesty’s Palace and Gardens at Loo are situated on the cast-side of a large Sandy Heath, or in the Veluwe, a considerable part of the Province of Gelderland, one of the Seven United Provinces. The Heath is extended Southward unto the Rhine, and Northward unto the Zuyder, or South Sea; Westward it runs almost to Amersfort, or within less than two Leagues of it; and Eastward it is extended to the Issel, a considerable River that divides Overyssell from the Veluwe. Loo is three Leagues from Deventer, five from Harderwick on the South-Sea, five from Dieren, another of His Majesty’s Places, six from Arnheim, and twelve Leagues or Hours from Utrecht. It is an excellent Country for Hunting, and abounds with Staggs, some Roe-bucks, the Wild Boar, Foxes, Hares, and some Wolfs. It is no less excellent for Fowling, and has good store of Woodcocks, Partridges, Pheasants, &c. In a Wood near Loo, there is a Herniary for Hawking; and within a league of it North-cast, His Majesty has of late caused to be made an Excellent Decoy, which supplies his Family with good store of Ducks and Teale. And in the Heath beyond the Gardens, there are six Vi∣vers or large Fish-ponds, somewhat after the model or resemblance of those in Hide-Park, the one communicating with the other. […]

The New Palace, lately built by His Majesty, is near unto the Old Hoof, or Old Court, which is a Castle surrounded with a broad Moat, and purchased about 12 or 14 Years ago from the Seigneur de Laeckhuysen, a Gentleman of this Country. They are separated from one another only by some of the Gardens, which lye on the West-side of the New Palace. The Gardens are most Sumptuous and Magnificent, adorned with great variety of most Noble Fountains, Cascades, Parterres, Gravel Walks, and Green Walks, Groves, Statues, Urns, Paintings, Seats, and pleasant Prospects into the Country.

Before the Gate that enters into the Court of the Palace, there is a broad Green Walk between a double row of Oaks, half a mile long; […].

  

blick vom dach über den benedentuin und den boventuin & die die beiden gärten trennende allee mit kanälen. Weiterlesen

Advertisements

lenné, schwiegermuttersessel statt papphocker & die elbe

kloster berg garten

vom klostergarten zum volksgarten: auf dem gelände des ehemaligen klosters st. johannes der täufer auf dem berge oberhalb der elbe, einer ca. 970 gegründeten benediktiner-abtei, ab 1565 protestantisches stift und 1813 auf befehl napoleons endgültig abgerissen, entstand unter leitung des magdeburger stadtbaumeisters friedrich wilhelm wolff ab 1825 der erste volksgarten (in preussen). den entwurf für die anlage lieferte peter joseph lenné. von den ursprünglich 30 hektar sind 10 erhalten. friedrich-wilhelm-garten (nach friedrich wilhelm III. von preussen), ab 1921 bzw. 1990 klosterbergegarten mit einer unterbrechung als pionierpark. das gesellschaftshaus im park, ab 1828 nach entwürfen von karl friedrich schinkel erbaut, diente als pionierhaus der pionierorganisation ernst thälmann.

grusonii

am klosterbergegarten befinden sich die 1896 eröffneten gruson gewächs- und palmenhäuser der stadt magdeburg. erbaut für die pflanzensammlung des magdeburger industriellen hermann gruson. ende des 19. jh. die grösste kakteensammlung der welt. nach grusons tod schenkten die erben die sammlung der stadt magdeburg. im kakteen- und sukkulentenhaus: echinocactus grusonii, der goldkugelkaktus. das epitheton „grusonii“ für den schwiegermutterstuhl oder -sessel stammt von heinrich hildmann in der erstbescheibung (‚deutsche garten-zeitung. wochenschrift für gärtner und gartenfreunde‘, 5. jhg., 1886): eine hommage an hermann gruson. echinocactus grusonii ist in seinem ursprünglichen habitat, den mexikanischen bundesstaaten hidalgo und querétaro, vom aussterben bedroht, „critically endangered (cr)“ laut der roten liste gefährdeter arten (iucn). in magdeburg ist der goldkugelkaktus in den gewächshäuser geschützt und wird als sitzplatz jedoch nicht sonderlich geschätzt: der papphocker des kirchentages erfreute sich die letzten tage grösserer beliebtheit … Weiterlesen

virtuelles lapidarium: herkules farnese (ein griechischer halbgott in kassel …)

in vielen gärten steht er: herkules oder herakles, besonders der farnesische. der halbgott Ἡρακλῆς aus der griechischen mythologie war das herrschersymbol des ancien régime. ob als baby mit einer schlange wie in het loo, ein sinnbild für den jungen willem van oranje, oder im kampf mit der hydra im herkulesteich des neuwerkgartens in gottorf (schleswig). im 18 jh. veränderten sich die politische selbstdarstellung und der gartengeschmack: herkules verlor seinen stellvertreterposten auf dem sockel im beet an appolon …

ein griechischer halbgott in kassel:

Der Carlsberg ist ein großer waldvoller Berg, berühmt genug durch das darauf angelegte herrliche Werk der Architectur und der Wasserkünste. Man erblickt überall vortreffliche Wälder von Buchen, und an den leeren Plätzen eine Menge herrlicher Anpflanzungen, besonders von einheimischen und ausländischen Nadelhölzern, Hayne von Lerchenbäumen und Weyhmouthsfichten, von Rothbüchen und Silberpappeln, von Tulpenbäumen und virginischen Robinien. […] Bey hellem Wetter übersieht man hier fast eine kleine Welt, die schöne Stadt Cassel und ringsumher auf sieben und zwanzig Dörfer in den umliegenden Landschaften. Man bemerkt leicht aus den Vortheilen dieser Lage, daß die Kunst der Bearbeitung hier einen der schönsten Gärten in Europa bilden kann.

[…]

Wenn indessen für die Nachahmung der mythologischen Fabel in Gärten ein Ort schicklich ist, so behauptet der Carlsberg allerdings seinen Vorzug. Das ungeheure Werk und der Anblick des colossalischen Hercules, der oben aus den Wolken auf das Werk, das mit seiner Stärke vollendet ist, herabschauend sich nun einer stolzen Ruhe zu überlassen scheint, versetzt die Einbildungskraft auf einmal in die heroischen Zeiten des Alterthums. Diese erhabene Scene, der Berg, der fast den Namen eines Gebirges verdient, die auf seiner Höhe wallenden Wälder, die vielen angepflanzten Hayne von dunklen Nadelhölzern, verbreiten eine ehrwürdige Feyerlichkeit über die ganze Gegend. Und dieser Eindruck könnte allerdings noch durch eine wohl gewählte und zusammenhängende Reihe mythologischer Scenen, die jetzt nur zerstreut oder vermischt erscheinen, ungemein verstärkt werden.

christian cay lorenz hirschfeld, ‘theorie der gartenkunst’, bd. 5, leipzig 1785.

70,5 m: auf dem oktagon mit pyramide (1701 bis 1717) von giovanni francesco guerniero der herkules aus kupferblech vom augsburger goldschmied johann jacob anthoni, stolze 8,30 m. auftrageber war landgraf karl von hessel-kassel. ein document des barocken machtanspruches des auftragsgebers auf den karlsberg im habichtswald. gesamthöhe mit berg: 596 m. ab 1785 unter dem ur-enkel wilhelm IX., später als kurfürst I., von hessen-kassel in einem english landscape garden umgewandelt. Weiterlesen

kulturlandschaften, wallhecken, gärten vor 100 jahren: bilder von hermann reichling

hermann reichling: naturschutz, politik & fotografie

ein naturschützer unterwegs mit der kamera in westfalen und, auf der flugroute der zugvögel, bis nach lappland. hermann reichling (1890-1948), promovierter ornithologe und naturschutzpionier, war von 1919-1948 direktor des provinzialmuseums für naturkunde in münster. mit einer unterberechung von 1933 -1945, von den nazis wegen „politischer unzuverlässigkeit“ abgesetzt: disziplinarverfahren und als „schutzhäftling“ von juni bis september 1934 im kz esterwegen im emsland, wo er bei der trockenlegung von mooren zwangsarbeiten musste und misshandelt wurde. nach seiner freilassung wurde er an den dümmer im oldenburger münsterland verbannt, „kaltgestellt“: nicht untätig, entstand bis 1945 dort eine einzigartige dokumentation der region. 1945 rehabilitiert und wieder direktor des naturkundemuseums starb er jedoch schon 1948 an den folgen der kz-haft.

in seiner amtszeit von 1926 bis 1933 als staatlicher kommissar für naturdenkmalpflege in der provinz westfalen, wurden fast 70 schutzgebiete ausgewiesen. 1932 befanden sich ca. ein fünftel aller naturschutzgebiete preussens in der provinz westfalen. reichling war gut vernetzt: er stand u.a. im kontakt mit max hugo weigold, gründer der vogelwarte helgoland, 1910, und später direktor der naturkunde-abteilung des provinzialmuseums in hannover, und mit hugo conwentz, direktor des westpreußischen provinzial-museums in danzig & autor des buches ‚die gefährdung der naturdenkmäler und vorschläge zu ihrer erhaltung‘ (berlin, 1904).

mehr als 10.000 negative, glasplatten, haben sich zwischen 1912 und 1948 im archiv angesammelt und einige filme, die reichling als pionier des naturfilms ausweisen. fotografiert hat reichling, neben den üblichen familienszenen, hauptsächlich bei erkundungen, der sich stetig durch den menschen verändernden kulturlandschaften und ihre fauna in nordwestdeutschland. ab 1926 wurde er von dem fotografen georg hellmund unterstützt, der bis 1966 für das naturkundemuseum arbeitete. die familie übergab den privaten nachlass an das lwl -museum für naturkunde (ehem. provinzialmuseums für naturkunde). das archiv wurde ab 2015 mit unterstützung der nrw-stiftung aufgearbeitet und digitalisiert. Weiterlesen

efterår i gråsten slotshave

barocke äpfel & ein english landscape garden mit modernen beeten … der kontrast kommt sowohl dem 18 jh. als auch dem 20. jh. zu gute. sommerfrische für die dronning: zwischen ende juli und anfang august ein privater garten & in der restlichen zeit ein öffentlich zugänglicher park. herbst im schlossgarten von gravenstein:

grasten_slotshave_herbst_800 Weiterlesen

virtuelles lapidarium: der betende knabe

von griechenland nach preussen

gefunden wird die statue, entstanden am ende des 4. jh. v. chr, ohne arme im späten 15. jh. auf rhodos bei bauarbeiten zur verstärkung der stadtmauer. sie gelangt nach venedig, hier wird dem knaben um 1558 der linke vorderfuss neu angesetzt, dann nach verona und schließlich in die sammlung der familie gonzaga nach mantua. nach einem kurzen aufenthalt in london im besitz von charles I., kommt sie nach frankreich in die sammlung von nicolas foucquet, dem finanzminister von ludwig XIV., hier werden die arme ergänzt, neue augen eingesetzt und risse repariert. der knabe findet seinen platz in foucquets schloss vaux-le-vicomte.

testelin_sentimens_ganymed_500

„example touchant les proportions et les contours“: ganymed in gesellschaft des herkules farnese (m.) & des apollo von belvedere (2. von r.). aus henri testelin, ’sentimens des plus habiles peintres du tems, sur la pratique de la peinture et sculpture: recueillis & mis en tables de preceptes, avec six discours academiques, extraits des conferences tenuës en l’academie royale desdits arts […]‘, paris, 1680.

weiter geht es nach wien in die sammlung von prinz eugen von savoyen, in den gelben salon seines winterpalais‘, und in die sammlung von josef wenzel von lichtenstein.

1747 kaufte friedrich II. von preussen die statue aus der sammlung lichtenstein und liess sie im gitterpavillon an der ostseite von sansscousi aufstellen. er konnte sie so von seiner bibliothek aus sehen … Weiterlesen

in gesellschaft durch die festonallee: schloss bothmer

bothmer_gesellschaft_allee_500

hannover & great britain im klützer winkel

das schloss in klütz, zwischen lübeck und wismar, wurde von johann friedrich künnecke im auftrag von hans caspar von bothmer zwischen 1726 und 1732 gebaut. bothmer war hofjunker von sophia dorothea von celle (verheiratet mit dem hannoverscher kurfürsten georg ludwig aka george I., ab 1714 de iure königin von grossbritannien und bekannt als „prinzessin von ahlden“) in hannover. in seiner londoner zeit, ab 1711, in der hanoverian chancery, hatte bothmer seinen dienstsitz in 10 downing street. die fertigstellung von schloss bothmer erlebte er nicht mehr. seine neffe erbte das anwesen.

nach niederländischen (het loo und huis de voorst) und englischen (buckingham house, der vorgängerbau des heutigen palace) vorbildern, entstand eine flügelanlage aus backstein mit corps de logis und seitenflügeln mit je drei kavaliershäusern. gelegen auf einer rechteckigen garteninsel (siehe die gräften/kanäle in herrenhausen und het loo). der englische einfluss lässt sich auch an einigen noch erhaltenen sash windows, der holländische nicht an delfts blauw, sondern an harlinger bibelfliesen und amsterdamer landschafts- und hirtenfliesen ablesen. nach dem 2.weltkrieg wurde das bis dahin im familienbesitz befindliche schloss enteignet. ab 1948 diente das gebäude als feierabendheim clara zetkin und zeitweise als berufschule. ab 1990 blühten die landschaften, ab 1994 stand das gebäude leer … 1998 wurde das schloss an einen privaten investor verkauft, kaufpreis € 1: schlosshotel, etc. … der garten war nicht mehr öffentlich zugänglich. eines von vielen nach-wende-projekten. seit 2008 gehört das schloss dem land mecklenburg-vorpommern und wurde, finanziert durch die deutsche stiftung denkmalschutz, renoviert. seit mai 2015 ist das schloss wieder zugänglich.

der garten Weiterlesen

hampton court maze / ‚three men in a boat‘ von jerome k. jerome

Harris asked me if I’d ever been in the maze at Hampton Court. He said he went in once to show somebody else the way. He had studied it up in a map, and it was so simple that it seemed foolish—hardly worth the twopence charged for admission. Harris said he thought that map must have been got up as a practical joke, because it wasn’t a bit like the real thing, and only misleading. It was a country cousin that Harris took in. He said:

“We’ll just go in here, so that you can say you’ve been, but it’s very simple. It’s absurd to call it a maze. You keep on taking the first turning to the right. We’ll just walk round for ten minutes, and then go and get some lunch.”

They met some people soon after they had got inside, who said they had been there for three-quarters of an hour, and had had about enough of it. Harris told them they could follow him, if they liked; he was just going in, and then should turn round and come out again. They said it was very kind of him, and fell behind, and followed.

They picked up various other people who wanted to get it over, as they went along, until they had absorbed all the persons in the maze. People who had given up all hopes of ever getting either in or out, or of ever seeing their home and friends again, plucked up courage at the sight of Harris and his party, and joined the procession, blessing him. Harris said he should judge there must have been twenty people, following him, in all; and one woman with a baby, who had been there all the morning, insisted on taking his arm, for fear of losing him.

Harris kept on turning to the right, but it seemed a long way, and his cousin said he supposed it was a very big maze.

“Oh, one of the largest in Europe,” said Harris.

“Yes, it must be,” replied the cousin, “because we’ve walked a good two miles already.”

Harris began to think it rather strange himself, but he held on until, at last, they passed the half of a penny bun on the ground that Harris’s cousin swore he had noticed there seven minutes ago. Harris said: “Oh, impossible!” but the woman with the baby said, “Not at all,” as she herself had taken it from the child, and thrown it down there, just before she met Harris. She also added that she wished she never had met Harris, and expressed an opinion that he was an impostor. That made Harris mad, and he produced his map, and explained his theory.

“The map may be all right enough,” said one of the party, “if you know whereabouts in it we are now.”

Harris didn’t know, and suggested that the best thing to do would be to go back to the entrance, and begin again. For the beginning again part of it there was not much enthusiasm; but with regard to the advisability of going back to the entrance there was complete unanimity, and so they turned, and trailed after Harris again, in the opposite direction. About ten minutes more passed, and then they found themselves in the centre.

Harris thought at first of pretending that that was what he had been aiming at; but the crowd looked dangerous, and he decided to treat it as an accident.

Anyhow, they had got something to start from then. They did know where they were, and the map was once more consulted, and the thing seemed simpler than ever, and off they started for the third time.

And three minutes later they were back in the centre again.

After that, they simply couldn’t get anywhere else. Whatever way they turned brought them back to the middle. It became so regular at length, that some of the people stopped there, and waited for the others to take a walk round, and come back to them. Harris drew out his map again, after a while, but the sight of it only infuriated the mob, and they told him to go and curl his hair with it. Harris said that he couldn’t help feeling that, to a certain extent, he had become unpopular.

They all got crazy at last, and sang out for the keeper, and the man came and climbed up the ladder outside, and shouted out directions to them. But all their heads were, by this time, in such a confused whirl that they were incapable of grasping anything, and so the man told them to stop where they were, and he would come to them. They huddled together, and waited; and he climbed down, and came in.

He was a young keeper, as luck would have it, and new to the business; and when he got in, he couldn’t find them, and he wandered about, trying to get to them, and then he got lost. They caught sight of him, every now and then, rushing about the other side of the hedge, and he would see them, and rush to get to them, and they would wait there for about five minutes, and then he would reappear again in exactly the same spot, and ask them where they had been.

They had to wait till one of the old keepers came back from his dinner before they got out.

jerome k. jerome, ‚three men in a boat (to say nothing of the dog)‘, bristol, 1889.

dekotipps im 17 jh.: „Pyramiden / Obelisci, Seulen und Statuen“ / ‚georgica curiosa‘ von wolf helmhard von hohberg

Des adelichen Land= und Feld=Lebens

Sechtes Buch /

Blumen=Garten.

Cap. XIII.

Pyramiden / Obelisci, Seulen und Statuen.

Weil diese Dinge grossen Unkosten zu bauen und zu unterhalten bedörffen / gehört es nur für grosse Herren / und nicht für einen privat=Cavallier; daher ichs allein allhier anführen wollen / daß nichts / was zu eines Gartens Vollkommenheit dienen möchte / hier abgängig wäre. Die Pyramide sind ein viereckicht aufgemaurtes Gebäu / so unten weit / und nach und nach sich in die Enge an allen Orten gemählich einziehet; biß sie oben einen scharffen Spitz machet; können nach Gelegenheit des Gartens / weiter und enger / niederer und höher gemacht werden; solche sind gewesen die unter die sieben Wunderwercke der Welt gerechnete Pyramides in Egypten / […].

Wir aber lassen und mit schlechtern Unkosten begnügen / und wollen sowol Pyramiden als auch Obelisken / die kleiner und glatter / und doch oben zugespitzt sind / von Bindwerck in unsere Gärten bringen / und mit grünem Laubwerck überziehen und bewachsen lassen; darff auch die größte nicht höher seyn / als sie des Ortes proportion erfordert. Die obelisci sind angenehmer und leichter / bedörffen weniger Raum / und stehen dennoch zierlich.

Die Seulen sollen wol von Rechtswegen von Steinen oder doch von dauerhafftem zu rechter Zeit geschlagenem Holz seyn; Die Pyramiden / Obelisken und Columnen sind entweder glatt / oder gewunden / oder mit Epheu und andern Zierathen umschräncket; doch sollen sie nicht unter freyem Himmel / sondern in die Galerien / Lusthäuser und Perystilia gebraucht werden; wo man die Gelegenheit von Marmel oder andern harten Steinen hat / kan man leichter darzu kommen.

Also sind gleichergestalt die Statuen und ausgehauene Bilder aus gleicher Materi abzubilden / und müssen vor dem Ungewitter etwas versichert werden; wann sie von gutem dauerhafften Holz / (wo man die Steine nicht haben kan) gemacht / und mit Oelfarben wol bestrichen werden / können sie auch der Fäulung lange Zeit wiederstehen.

Wo aber zu dergleichen Arbeit kein absonderlicher guter Meister zu finden / der aufs wenigste die proportion wol einrichten / und die ganze Eintheilung der Natur gemäß ausarbeiten kan / so ist es besser / dieses gar unterlassen / als mit unanständiger übel gemachter Fretterey der häufig sich bestudenden und viel von sich haltenden Stümpler / ihm selbst einen Verdrus / dem Garten einen Schandflecken / und den Verständigen oder Fremden ein Gelächter zurichten.

wolf helmhard von hohberg, ‚georgica curiosa, das ist umständlicher bericht und klarer unterricht von dem adelichen land= und feld=leben / auf alle in teutschland übliche land= und haus=wirthschafften gerichtet […] durch ein mitglied der hochlöbl. fruchtbringenden gesellschafft ans licht gegeben‘, nürnberg, o.j. (ausgaben ab 1682)

brockes‘ garten: literarisches vergnügen und irdische realität

Dem Ratsherren und Dichter Barthold Heinrich Brockes verdanken wir ein ausführliches Verzeichnis der zahlreichen Bäume, Sträucher, Stauden und Blumen, die in seinem Garten am Besenbinderhof vorhanden waren. Es fehlen von dem, was wir heute schätzen, einige Steingartenpflanzen und auch die Georgine [dahlie], die Fuchsie und die Hortensie, die erst später eingeführt wurden. Im übrigen aber ist der Reichtum erstaunlich. Und indem er in der Aussicht von seiner Gartenterrasse schwelgt, erfahren wir, was alles zu sehen ist: Blumenbeete und Rasenstücke, Galerien, Statuen, Grotten, Liguster- und Taxushecken, Teiche, Alleen, Pyramiden, Bogengänge, Fontänen, Steige, berankte Planken, Gartenhäuser, Lauben, Rebhänge, Treibhäuser mit Lorbeer, Feigen, Granaten, Pomeranzen und Ananas, Apfelsinen und Zitronen, auch an Obstbaumsorten, was man nur wünschen konnte und „kaum zu zählen“.

hans leip, ‚die unaufhörlich gartenlust‘, hamburg, 1953.

covens_mortier_1730_detail_500

detail aus johannes covens & cornelius mortier, ‚hamburg eine weltberühmte freye reichs und hansee- auch reiche und volkreiche handels stadtt an der elb, nicht weit von der nord see / hambourg, fameuse ville imperiale, anseatique et marchande tres riche et tres peuplee situee sur l’elbe pres de l’ocean septentrional‘, ca. 1730.

an stelle der befestigungen findet der heutige garten(be)sucher zwischen elbe und alster die deichtorhallen, den hauptbahnhof und weiter oben, zur alster hin, die hamburger kunsthalle. grünflächen auf den ehemaligen wallanlagen gibt es auf der anderen seite der alster: der gustav-mahler-park und planten un blomen.

zwischen dem steintor und dem neuen werk, zum schutz der vorstadt st.georg, reihten sich auf dem geestrücken oberhalb der elbe und der marschniederung „hammer broeck“ die gärten, handtuch ähnliche grundstücke, ’stiegen‘ genannt, im plan als ‚Lust Garten‘ bezeichnet, auf. hier befand sich das gartenhaus ‚der ross‘ und der garten von brockes. Weiterlesen