winter: grünkohl / ’nachricht von dem anbau und von der erhaltung des grünen kohls, zur winters-zeit‘ von philipp ernst lüders

Erstlich bin dahin bedacht, daß ich einen guten, von Geschmack angenehmen, Kohl besitze. Unter allen Kohl=Sorten halte die hellgrüne und krause für die allerbeste zum Küchengebrauch. Obgleich der schlechtblätterige Kohl zum Gebrauch bey dem Vieh nutzreicher, und die Sprossen aus dem Stamm weit zahlreicher sind; so ist er doch ungleich zäher und der Gefahr von den Raupen weit mehr unterworfen. Man will zwar fürgeben, daß er gleichfalls im Winter haltbarer sey, als der grüne krause; allein, wenn man gleich ein Exempel davon aufweisen könnte; so dürfte es eben so leicht seyn, den Beweis von einem gegenseitigen Exempel anzuführen. Von dem Vorzug: Ob die dunkele, oder die grüne Farbe in der Schüssel dem Liebhaber besser ins Auge falle, will ich nichts melden, weil darin das Urtheil ungleich ausfallen dürfte. Dies aber wird an dem hellgrünen krausen Kohl als ohnstreitig können bemerkt werden, daß er ungemein zart sey, sehr gut und lieblich schmecke, leichter und geschwinder sich kochen lasse, und die Feuerung dabey ersparet werde; Ferner, daß, wenn man fürsichtig mit dem Samen=Zug verfährt, er nie ausarte; und endlich, daß er in solchen Jahren, in welchen die Raupen vielen Schaden anrichten, eine natürliche Fähigkeit an sich habe, deren Wuth zu widerstehen.

Was ich von dessen vorzüglichen Tugenden angeführt, das kan der Augenschein, das Gefühl, der Geschmack und die Erfahrung am sichersten beurtheilen. Von dem Geschmack habe vorher gesagt, daß ich über dessen Ausspruch mich nicht einlassen will; dies dürfte aber wol gewiß seyn, daß, wenn er Einem nicht anständig seyn sollte, Zehen dargegen sich für ihn geneigt erklären dürften. Daß er in der Dauer und in seiner Güte unveränderlich seyn könne, davon kan ich den sichtbaren Beweis führen, indem ich ihn über 20 Jahre lang unverändert erhalten habe. Mir ist auch nicht bange, daß er sich jemals verändern und schlechter werden wird.

philipp ernst lüders, ’nachricht von dem anbau und von der erhaltung des grünen kohls, zur winters-zeit‘, flensburg, 1772

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pflanzen im knick & „das Wilde in dem Künstlichen“ / ‚oeconomisch-practische anweisung‘ von nicolaus oest

Von der Besetzung der Erdwälle mit lebendigen Pflanzen.

[…]

§. 43.

Was die Wahl der Pflanzen anbetrift, so nimmt man überhaupt lieber die jungen, als die alten. Diejenige, welche eines guten Fingers Dicke haben, oder im Durchschnitt etwa einen Zoll halten, sind die besten. Je mehr Wurzeln daran sind, desto besser ist es, und je mehr Erde sie aus ihrem vorigen Lager mitbringen, desto gewisser werden sie bekleiben.

§. 44.

Welche Art von Heckenpflanzen man den Vorzug geben solle, wird vornehmlich von der Absicht desjenigen abhangen, der sie brauchen will. Manchem ist es nur um eine wehr= und dauerhafte, einem anderen zugleich um eine zierliche, noch anderen um eine Holz= und Fruchtbringende Hecke zu thun. Ersterer wir allen Arten von Dornen den Vorzug geben; der andere wir vornehmlich auf die Hagebuche verfallen und die letzteren gerne Ellern und Haselstauden haben wollen. Selten aber findet man, ausser in und um den Garten solche Hecken, die nur aus einer Pflanzenart bestünden. Man pflanzet vielmehr eines unter das andere, zuweilen wie es fällt, doch auch manchmahl mit einer gewissen Anordnung und Ueberlegung.

§. 45.

Von den hier gewöhnlichen Staudenarten, die man zu lebendigen Zäunen zu nehmen pflegt, habe folgendes angemerkt: […]

§. 46.

Der Weißdorn giebt eine dick durchgewachsene Hecke, und kann die scharfen Nordwinde gut aushalten, obgleich die zarte Frühlingssprossen von den kalten Winden und Nachtfrösten leichtlich Schaden nehmen, wodurch aber die Zweige desto stärker seitwärts treiben und den Busch dichter machen. Einige wollen sagen, daß wir hier zu Lande den rechten Weißdorn nicht oder sehr selten finden. Ich habe indessen angemerkt, daß wenn obige Art einen guten Boden und Schutz gegen die scharfen Winde hat, selbige eine weissere Rinde, grössere Blätter, längere Stachel und stärkeren Wachsthum habe, wie sonst.

[…]

§. 49.

Der Schleedorn macht an den Orten, wo er gerne wächset, ein Gewirre, dadurch so leicht nichts durchbrechen kann und steht im Sturm unbewegt. Er nimmt mit einem schlechten Boden vorlieb, wenn er nur leimicht ist. Weil er keine saserichte Wurzeln hat, so muß man von seinen langen Wurzeln zum wenigsten einen oder zwei Fuß mitnehmen, wenn man ihn verpflanzen will, und bei dem Setzen den Leim fest an die Wurzel treten. Sonst wird er schwerlich wachsen. Wo er aber anschlägt, da breitet er sich sehr aus. Daher ist es nöthig ihn durch einen Graben, oder durch fleißiges Aushacken in seinen Schranken zu halten. Er gibt sonst das allerbeste Buschwerk zu todten Zäunen.

§. 50.

Die Hagebuche empfiehlet sich theils durch ihre Schönheit, theils durch die gute Schutzwehr, die sie leistet, theils durch den nützlichen Gebrauch des Holzes. Denn es ist das feine Gesträuch nicht nur zu Besemen und Erbsenruthen, wie auch zum Brennen dienlich; sondern es dienet auch, wenn man es stärker werden lässet, wegen seiner Härte und Festigkeit den Tischlern und Drechslern zu verschiedenem Gebrauch, und den Müllern zu Zähnen oder Zacken in den Kammrädern.

[…]

§. 52.

Die Mastbuche thut ungeachtet ihrer höheren Bestimmung in den Hecken sehr gute Dienste, wenn man sie nur nicht zu hoch wachsen lässet und daher fleißig abkappet. Insbesondere hat eine Buchenhecke, die da beschnitten wird, dieses Vorzügliche, daß sie auch nicht einmahl im Winter durchsichtig ist, weil sie die welke Blätter behält, bis sie im Frühling wieder zu grünen anfängt, und die gelben Blätter gegen grüne vertauschet.

§. 53.

Die Hagebutte will keinen Beifall finden, weil sie sich selbst gelassen, im Untern die Hecke nicht verdicken, noch mit den übrigen Pflanzen in gesellige Ordnung treten will. Der Fliederbaum übet so gar über dieselbe Tyrannei aus. Vieleicht würden lauter Flieder sich am besten so wie lauter Habebutten zusammen schicken. Von letztern, (und zwar von der grossen Sorte,) habe ein Probe in dem Garten des Herrn Probsten Lüders gesehen, die mir sehr wohl gefiel. Die Gartenhagebutte kann nicht nur aus dem Kern, sondern auch aus Schnitzlingen, die man nur 6 bis 8 Zoll tief in die Erde steckt, vermehrt werden.

§. 54.

Die Haselstaude macht in den Hecken dieses Landes einen beträchtlichen Theil aus. Sie hält sich auch sehr gut, wenn sie auf Wällen steht, die von Osten nach Westen laufen. Haben diese aber ihre Richtung Süd und Nord, und die Westseite unbedeckt, so werden sie an dieser Seite kümmerlich stehen. Sind sie gleich an sich ncht sehr haltbar, welches größtentheils daher rühret, daß so wohl die schönsten Schöslinge, als auch die Früchte dem muthwilligsten Raube ausgesetzet sind; so verdienen sie doch wegen des Nutzens, den sie dem Besitzer leisten, eine vorzügliche Aufmerksamkeit und fleißige Wartung, welche vornehmlich darin bestehet, daß man den Graben oft vertirfe, und den Wall verstärke, als wodurch der Zaun am besten kann wehrhaft gemacht werden.

[…]

§. 57.

Von andern Pflanzen, die man hin und wieder in den Hecken findet, als Vogelbeer, Stechpalmen, Spillbaum, Ligustrum, Wesselbeer &c. wird nicht nöthig seyn besonders zu melden, weil man sie nicht leicht in solcher Menge beisammen findet, daß ganze Hecken daraus gemacht werden könnten. Ein fleißiger und curioser Landwirth macht vieles möglich, was man sonst nicht gesehen, und endecket manchen Vortheil, den voher niemand gewußt hat. […]

[…]

§. 59.

[…] Der Anfang ist, wie in allen Dingen, sehr unvollkommen gewesen. Von den ältesten Paatwerken findet man kaum eines, das nach der Schnur angelegt wäre. Sie sind vielmehr voller Buchten und Krümmen. […] Nachhero ist man bemühet gewesen, dem Werk nach und nach eine grössere Vollkommenheit zu geben. Nunmehr ist wohl nicht leichtlich ein Land zu finden, welches ein so Gartenmäßiges Ansehen hat, als Angeln. Wäre das Werk im Anfang nach einem allgemeinen Plan vorgenommen worden, welches leicht hätte geschehen können, wenn man durch einen General=Ackerumsatz die Ländereien bis getheilt und zugleich Wege und Zäune schnurrichtig gemacht hätte, so würde man einen Garten von 7 bis 8 Meilen im Umfang gesehen haben. Doch vielleicht wird ein Gartenliebhaber nach dem neusten Geschmack die krumme Wege und Hecken noch höher schätzen, weil das Wilde in dem Künstlichen durchschimmert, und dem Reisenden immer neue Gegenstände dargestellet werden.

nicolaus oest, ‘oeconomisch-practische anweisung zur einfriedigung der ländereien […]’, flensburg, 1767.

wallhecken / ‚anweisung zur verbesserung des ackerbaues und der landwirthschaft [des] münsterlandes‘ von anton bruchausen

VI. Kapitel

Von Einschließungen und Einzäunungen der Aecker

NUM. 127.

Es sind zwar in vielen Gegenden Münsterlands die Aecker eingeschlossen, wodurch sie einen nicht geringen Vortheil erhalten; so fehlt doch noch

erstens diese gute Einrichtung an verschiedenen Orten, wo es füglich geschehen könnte, und

zweytens ist an vielen andern Orten die Einschließung mit Hecken nicht so gemacht, wie sie müßte gemacht werden.

NUM. 128.

Was das erste betrift, so scheint es, man wisse nicht überall, besonders im Niederstifte, wie groß der Nutzen sey, den die Einzäunung mit lebendigen Hecken dem Landmanne verschafft. Denn 1) wird ein jeder Eigenthümer dadurch mehr Herr und Meister mit seinem Felde anzufangen, wenn er will, was er will, und was ihm am nützlichsten ist, ohne daß er darin von seinem Nachbar gestört werde. Auch hierdurch werden die so oft entstandenen Processe und Streitigkeiten verhindert.

2) Wird durch Einschließen und Einzäunen das Vieh von dem Getraide sowohl, als anzubauenden Futterkräutern abgehalten, damit es keinen Schaden thue. Auch

3) die Hecken an und für sich betrachtet, sind da, wo Mangel an Brennholz ist, für den Bauer ein großer Vortheil, wenn er nur selbige zu hoch und zu dick anwachsen läßt, und die Wälle zu breit macht. Es wäre gut, wenn die aus dem Niederstifte in die Münsterische Normalschule kommenden Schulmeister durch Unterweisung und Anweisung auf die in der Gegend von Münster sich hier und da befindenden guten, kleinen und schmalen Hecken aufmerksam gemacht würden, und diese hier geschöpfte Lehre den Schulkindern und dem Landmanne beybrächten.

NUM. 129.

Was das zweyte oder diejenigen betrift, die wirklich ihre Felder eingeschlossen halten, oder sogenannte Kämpe haben, so findet man an vielen Gegenden, besonders im Amte Werne, Stromberg und Wolbeck, daß dieses durch unmaßig dicke und hohe Wallhecken, und dabey durch Hecken, welche auf allzu breiten Wällen stehen, geschehe. Nun aber sind

1stens für feuchte und nasse Ländereyen sowohl, als die dazwischen oft befindlichen Wege ganz dicke und hohe Wallhecken nicht gut; weilen hiedurch Luft, Wind und Sonne zum Theile abgehalten werden, und also das Austrocknen der nassen Ländereyen, der mannigmal einfallenden nassen Aernte, und der schlechten Wege größtentheils verhindert wird. Diese Leute können zwar von diesen sehr dicken Hecken mehr Brennholtz machen; allein insgemein, wo diese unmäßig dicke Hecken sind, fehlt es eines theils an Brennholtze nicht, und andern theils ist der Schade von den dicken Wallhecken und breiten Wällen an ihren Aeckern größer, als der Nutzen vom Brennholtze. Zudem halten sich Lüninge (Spatzen) und andere schädlich Vögel zu häufig in den dicken Wallhecken auf, und fressen das Korn weg.

Zweytens sind die Wälle, auf welchen dicke Hecken stehen, zu breit gemacht. Ich habe an verschiedenen Orten z.B. zu Steinfurt bemerkt, daß die Wälle eine Breite von 24 bis 26 Fuß haben. Ist das landwirthschaftlich? Entbehrt nicht hiedurch der Eigenthümer zu viel Land für Früchte, für Gras und Heuwuchs? Man denke daneben an den Schaden, welcher von dem darauf gepflanzten unmäßig dicken Holze und Hecken entsteht, und wovon ich so eben geredet habe.

NUM. 130.

Man sollte es billig an diesen Orten so machen, wie es wirklich zu Ittlingen im Amte Werne, wo man sonst Brennholz genug hat, eingerichtet ist. Da hat man die alten, dicken, schädlichen Hecken ausgerottet, die breiten Wälle, welche aus einer überaus fruchtbaren, und zum Theile vom Laube vermoderten Erde bestanden, abgegraben; man hat vorher die sich hier und da befundenen Vertiefungen im Lande mit gemeiner Erde ausgeglichen, dann die abgegrabene gute Wallerde aufs Land gefahren und auseinander gestreuet. Den Nutzen davon hat man nun schon bis ins 12te Jahr an den Früchten augenscheinlich verspührt. Dahingegen hat man an statt der dicken Wallhecken, gehörig breite und tiefe Graben ausgeworfen, und auf den kleinen schmalen und nicht hohen Wällen kleine Dornhecken, besonders von Weißdorn, welche geschwind wachsen, 4 bis 5 Fuß hoch gemacht. Durch diese neue kluge Einrichtung hat der Herr von Nagel zu Itlingen auf einer Strecke Landes von 20 Malter Einsaat 21/2 Malter Einsaat neues Kornland erworben. Ist das nicht rin großer Vortheil? Ist das nicht ein herrliches Beyspiel zur Nachahmung? Will man indessen doch an diesen Orten, anstatt der Dornhecken die gemeinen Wallhecken lieber beybehalten; so lasse man sie doch des großen Schadens halber nicht zu hoch, nicht zu dicke wachsen; man sorge besonders, daß gehörig breite und tiefe Heckengraben gemacht werden, welche die überflüssige Nässe aus den allzufeuchten Gründen ableiten, und in welchen sich mit der Zeit eine fette Modde zum herrlichen Dünger fürs Land setzet. […]

NUM. 132.

Auch sind unsere Kämpe an vielen Orten zu groß, zu weitläufig. Man sollte sie mit kleinen dünnen Hecken durchsetzen. […]

anton bruchausen, ‚anweisung zur verbesserung des ackerbaues und der landwirthschaft [des] münsterlandes. auf gnädigsten befehl seiner kurfürstlichen durchlaucht maximilian franz als fürstbischof zu münster für die landschulen und den landmanne des hochstiftes münster verfertiget […]‘, münster, 1790.

sommergarten / ‘theorie der gartenkunst’ von christian cay lorenz hirschfeld

Der Charakter des Sommers hat seine ausgezeichneten Unterscheidungstheile. Alle Gewächse schwelgen nun in der ganzen Stärke ihres Wachsthums, und die Früchte der Fluren und der Bäume glühen ihrer Reifung entgegen. Tausend Blumen stehen in der Fülle ihrer Schönheit aufgeschlossen. Ueberall schwebt das überschattende Laubwerk umher, ganz enthüllt und ausgewickelt zu reichen Wölbungen; das Grün hat seine völlige Farbenkraft erreicht. Die Wälder wallen in der stolzen Schönheit ihres Laubes. Die Wiesen verhauchen einen Reichthum von Düften, und beleben sich mit den frohen Scenen der Einsammlung des Grases, wo unter den Geschäfften der Schnitter und der Garbenbinderinnen bald ein ländlicher Scherz, bald ein Lied von Liebe, bald der Schlag der nachbarlichen Wachtel ertönt. Mit ihnen wechseln die Auftritte der mannigfaltigen Kornärndte. […] Alle Scenen der Natur erscheinen in ihrer ganzen Pracht und Vollkommenheit. Die Gewitter bilden in den Wolken die herrlichsten Schauspiele für das Auge. Mit der steigenden Hitze vermehrt sich der erquickende Schatten, mit dem längern Lichte die tiefere Dunkelheit der Wälder.

[…]

Wir suchen in dieser Zeit die Erquickungen des Schattens. Ein dichter Wald voll Buchen oder Eichen ist demnach ein treffliches Geschenk der Natur. Aber auch der Fleiß muß hier oft pflanzen. Gedrängte Gruppen und Hayne von Bäumen, die durch die Größe und den Reichthum des Laubes eine angenehme Bedeckung anbieten, müssen den Sommergarten überschatten.

[…]

Mit allen diesen Bäumen und Sträuchern können Stauden, Zwiebelgewächse und einjährige Pflanzen mit Blumen, wovon der Sommer eine so große Menge für die Zierde der Gärten hervorbringt, in Gruppen, Haynen, Spatziergängen, Lauben und Ruhesitzen, zur Bildung sehr reizender Scenen, verbunden werden. Außerdem geben auch die Sommerblumen auf Rasen und am Rande des Wassers, worinn sie den Wiederschein ihrer Farben bilden, Verzierungen von einer großen Anmuth und Lebhaftigkeit.

Auch können in die Pflanzungen des Sommers mit gutem Geschmack solche Obstbäume eingestreut werden, die ihre in dieser Zeit reifende Früchte lieblich färben, als der Apricosenbaum, der Kirschbaum, und einige frühzeitige Arten von Aepfelbäumen. Sie erfrischen das Auge mit einer reizenden Abwechselung, und erhöhen die Vorstellung von der mannigfaltigen Fruchtbarkeit der Jahreszeit.

[…]

Gebäude sind selbst ein Bedürfniß des Sommergartens; allein sie können zugleich sehr wichtige Gegenstände der Verschönerung seyn. Sie sollen zunächst Schirm vor der Hitze und Genuß der Ruhe gewähren; ihre Lage sey schattigt und kühl. Bey dem vollen Reichthum des Laubes, der dieser Jahrszeit eigen ist, können sie, besonders durch ihre Lage, Farbe und Verbindung mit Bäumen und Wasser, überaus malerische Gegenstände werden. Sie können außerdem von mannigfaltigen Charakteren seyn. In einer reichen und fruchtbaren Gegend prange ein Tempel, der Ceres oder der erzeugenden Natur gewidmet; in einem waldigten Dickigt sey es ein rohes Borkhaus, und nahe bey einer Weide eine kleine niedliche Milchhütte, die bezeichnend die Scene verschönere. Auch ein Badhäuschen ist in einem Sommergarten mehr, als ein bloßer Gegenstand des Vergnügens.

christian cay lorenz hirschfeld, ‘theorie der gartenkunst’, bd. 4, leipzig, 1782.

gartenbücher (romantisch & post-wild)

romantisch

kinder und ein garten vor den toren der stadt, im hintergrund die türme der hamburger hauptkirchen. ‚die hülsenbeckschen kinder‘ von philipp otto runge in der hamburger kunsthalle, landlust anno 1805. kindheit im garten wird gern verklärt, romantisiert. diese kinder der frühromantik spielen (bzw. arbeiten) nicht im garten: ein mädchen und ein junge ziehen einen bollerwagen mit dem jüngsten bruder, der nach einer sonnenblume am weg greift. hinter ihnen der gartenzaun und dahinter der garten. den romantischen „bauerngarten“ haben sie hinter sich gelassen, hinaus in die romantische, wilde natur, …

die suche nach der reinen, erhabenen natur und die flucht aufs land begannen schon im 18. jh., der zeit der aufklärung. man lese nur ‚das landleben‘ (1767) von christian cay lorenz hirschfeld. die industrialisierung und das wachsen der städte führte am ende des 18 jh. zur suche nach der blauen blume. die flucht in die natur endete häufig in einem elegischen eskapismus, grossen gefühlen und der suche nach dem „inneren Afrika“ (Jean Paul). gärten findet man auf den bildern der maler der romantik selten und wenn, sind sie ersatz für stimmungen. sowohl die englischen, wie william turner oder john constable, oder die deutschen bevorzugten landschaften, natur. caspar david friedrich montierte sich seine romantische natur aus versatzstücken zusammen wie es schon die gärtner im landscape garden gemacht hatten …

der landschaftsgarten des 18. jh. war eine ansammlung von versatzstücken, kulissen, follies in einer der natur nachgebildeten künstlichen landschaft. er löste als ausdruck der rationalen aufklärung den barockgarten des ancien régime ab, der von mathematischen weltsicht des 17. jh. geprägt war. der übergang vom barocken parterre über die in barocken formen eingefasste „natur“ der bosques bis zur geplanten landschaft des landscape gardens, lässt sich am besten im schlossgarten in schwetzingen (→ „lehrreich und gleichsam enzyklopädisch“) studieren. vom schloss blickt man über die geschichte der gartenkunst im 18. und frühen 19. jh. auf einer achse, die vom odenwald zur grossen kalmit im pfälzerwald führt: der romantiker überquert den rhein (richtig romantisch wird der rhein erst flussabwärts) und geht im mittelgebirge wandern … Weiterlesen

frühlingsgarten / ‘theorie der gartenkunst’ von christian cay lorenz hirschfeld

[…]

Dies ist die Feyerzeit der Blühen und der Blumen; mit ihnen prange vornehmlich der Garten des Frühlings. Bäume und Sträucher und Pflanzen, die in dieser Jahreszeit ihre Blumen in der Mannigfaltigkeit ihrer Farbenpracht enthüllen, müssen hier das zarte Grün der Rasen mit Blüthen und wankenden Schatten zieren. Sie mögen sich bald auf dem sanften Teppich einzeln zerstreuen; bald sich in Gruppen sammeln, dicke Massen voll glänzender Farben mit Wohlgeruch bilden, oder sich in schönen Pyramidalformen erheben, woraus ein reich blühender Gipfel emporsteigt, indessen auf den Seiten umher mannigfaltige Blumenbüschel niedriger Sträucher herabhangen; bald sich zu lieblichen Haynen, dem Frühling geheiligt, vereinigen. Der Gartenkünstler wähle die Geschlechter und Arten, die eine Folge von Blumen gewähren, und verbinde sie unter einander, daß die Scene nicht so bald leer werde. Allein weil die Zeit der Blüthen doch nur kurz ist, so sehe er zugleich auf Stämme von schönen Formen, damit sie, wenn sie ihrer Blumen entblößt sind, und ihr Laub sich noch nicht ganz enthüllt hat, noch fortfahren können, dem Auge einen gefälligen Anblick zu verschaffen. Die Gruppen müssen durch ihre Gestalt und durch ihre Stellung noch angenehme Theile in dem Ganzen des Gemäldes bleiben, wenn sie gleich ihrer Blüthen beraubt sind; der Spatziergang unter ihnen muß noch immer Ergötzung für die übrigen Monate behalten.

Wie viele schön blühende Bäume und Sträucher und Pflanzen liefert nicht die Natur für Spatziergänge, für Lauben, für Gruppen und Hayne des Frühlings! Und welche reiche Gemälde lassen sich nicht daraus zusammensetzen!

[…]

Außer diesen Bäumen und Sträuchern gehören noch mit vorzüglichem Rechte in Frühlingsscenen die Obstbäume; die durch die Schönheit ihrer Blüthen so sehr das Auge entzücken, vornehmlich die Aprikosen, die Pfirschen und die Aepfelbäume. Selbst die mit der einfärbigen Weiße überstreuten Kirschbäume, Pflaumenbäume und Birnbäume stellen eine sehr heitre Scene dar, zumal wenn sie in Wiesen oder auf Rasen stehen, deren aufsprießendes Grün dagegen einen lieblichen Hintergrund bildet. Ein Obstgarten sollte daher wenigstens den Frühlingsscenen zur Seite liegen, wo das Auge die ganze Wonne der Blüthen überschauen kann.

christian cay lorenz hirschfeld, ‘theorie der gartenkunst’, bd. 4, leipzig, 1782.

wintergarten / ‘theorie der gartenkunst’ von christian cay lorenz hirschfeld

Wir, die wir in Ländern wohnen, wo diese Jahreszeit sich in ihrer Strenge zeigt, wir müssen suchen, uns gegen ihre Unbequemlichkeiten zu sichern, und zugleich von den ihr eigenen Annehmlichkeiten, womit sie zuweilen einige Tage oder Wochen erheitert, den vortheilhaftesten Gebrauch zu machen. Wir haben einen Beruf, selbst gegen den Eigensinn der Natur, uns Gärten des Winters zu schaffen.

Eben in den Ländern gegen Norden, wo die Strenge dieser Jahreszeit mehr als anderswo zu herrschen pflegt, wird sie zugleich durch Annehmlichkeiten vergütet, die Gegenden entbehren, wo ein zwar gelinder, aber trüber und ungesunder, Winter unter Regen und Nebel dahin schleicht. Die Natur, die erstarrt ist, verliert noch im Tode ihre Schönheit nicht; sie fängt an, sogar zu einem neuen Reiz sich wieder zu verjüngern. Welche neue unerwartete Schöpfung erscheint oft am Morgen in dem Schmuck des Reifes oder Schnees, und wie schimmert sie unter dem röthern Strahl des aufgehenden Lichtes! Die Fläche des Erdbodens kleidet sich in ein weißes blendendes Gewand; der Himmel verbreitet sich über sie in blauer Klarheit dahin, und hie und da unterbrechen zuweilen kleine umherschwebende Schneegewölke mit wechselnden Farben und Gestalten seine allgemeine Helle. Die Bäume scheinen die Blüthe des Frühlings nachzuahmen; an den Gebüschen glimmern und zittern die silbernen Fäden des Reifes; und in der Ferne hebt hie und da ein Wald sein glänzendes Haupt aus der großen weißen Masse empor. […]

Die Bestimmung eines Wintergartens ist eingeschränkt. Schutz vor der Witterung und Bequemlichkeit zum Genuß der frischen Luft und zum Spatziergang ist das Vornehmste, was man hier zu verlangen berechtigt ist. Das Auge sucht zwar auch Ergötzung sowohl durch den Anblick des Grüns, als auch durch Aussichten auf anmuthige Winterscenen, wie sie oben beschrieben wurden. Allein das Bedürfniß geht hier der Schönheit vor; die Regelmäßigkeit fordert ihre Stelle, wo sie Bequemlichkeit wird; und eine südliche Mauer, die dem Spatziergänger und den Gewächsen Wärme giebt, darf selbst den schönern Prospect verschließen.

Der Wintergarten sey nicht zu entfernt von dem Wohnhause, und beschirmt vor rauhen durchziehenden Winden, besonders vor dem Nordwind. Er verbreite sich gegen Mittag, der Sonne und ihrer Wärme offen. Sein Platz sey trocken und etwas erhöhet. Die Wege müssen kiesigt, fest, und überall, wo sie herumlaufen, vor dem Winde bschützt seyn. Verstattet die Lage und der Umfang der Gegend zugleich bequeme Reitwege, die jedoch von den Fußpfaden abgesondert seyn müssen, so gewinnt die Anlage einen Vorzug mehr.

[…]

Ein wohlgebautes Gewächshaus, das die ausländischen Pflanzen, die oft in dieser Jahreszeit blühen und duften, verpflegt, scheint besonders für einen Wintergarten zu gehören. Es kann mitten in der Pflanzung selbst ein sehr interessanter Gegenstand für das Auge werden, und, in gewissen Stunden eröffnet, eine wollüſtig täuschende Empfindung von der Gegenwart der schönen Monate erregen. Mit ihm läßt sich ein Vogelhaus zum höhern Reiz der Anlage vortheilhaft verbinden. Auch die oben bedeckten und inwendig mit Gemälden und Statüen gezierten Säulengänge der Alten, die im Winter nur gegen Süden offen waren, um die Mittagssonne hereinzulassen, verdienen wegen des bequemen Spatzierganges in Gärten dieser Jahreszeit eine Nachahmung.

Uebrigens kann der Wintergarten eine solche Lage und Anordnung haben, daß er selbst noch in den blühenden Monaten angenehm und ein schicklicher Theil von dem Ganzen der für die andern Jahreszeiten gemachten Anlagen bleibt.

christian cay lorenz hirschfeld, ‘theorie der gartenkunst’, bd. 4, leipzig, 1782.

Privatgärten; bürgerliche Gärten; Blumengärten. / ‘theorie der gartenkunst’ von christian cay lorenz hirschfeld

Privatgärten; bürgerliche Gärten; Blumengärten.

Diese Gattung ist sehr zahlreich; man findet sie fast bey allen wohlangebauten, stark bewohnten und sich gut nährenden Städten; am meisten rings um reiche Handelsplätze. […]

Die Parks des Adels verschönern die Landschaft, und die Gärten der Bürger die Nachbarschaft der Städte. Sehr viele ansehnliche und berühmte Städte gewinnen von den umliegenden Gärten und Sommerhäusern eine Lebhaftigkeit, einen Glanz, ein so reiches Gemälde von Wohlstand und Ergötzung, daß alle empfindsame Reisende davon bis zu einem hohen Grade entzückt und gerührt werden, wenn gleich dies Gefühl bey den Einwohnern selbst durch den Einfluß der Gewohnheit schwächer wird. […]

Vornehmlich sind es reiche Handelsplätze, um welche sich diese Gattung von Gärten zu häufen pflegt. Der Ueberfluß oder Wohlstand, den das Glück des Handels erzeugt, erregen sehr bald die Begierde, sich durch einen größern Aufwand in Wohnungen und Gärten, so wie in Gesellschaften und Gastmalen, auszuzeichnen. Auch suchte der Mann, der von der Last der Geschäfte und dem Gewühl des Handels ermüdet war, einen Ort, wo er an ruhigen Tagen sich wieder erholen, freyer athmen, sich selbst und seine Familie genießen konnte; er baute ein Landhaus in der Nähe der Stadt, und pflanzte sich einen Garten. So entstanden, nicht weniger aus Bedürfniß als aus Prachtsucht, die meisten Gärten um ansehnliche Handelsstädte, […].

Allein diese Gärten fiengen auch hier am ersten an, auszuarten. Der gute Geschmack ist nur selten im Gefolge des Reichthums. Der Hang zum Aufwand und zum Pomp handelt wenig mit Ueberlegung, und sucht sich bald durch jedes Mittel zu befriedigen, das er auf seinem Weg erhaschen kann. Er will Aufsehen und Bewunderung erregen; er will durchaus glänzen und übertreffen. Die Thorheit der Nachahmung gesellte sich zu ihm. Diese rieth ihm, die Gärten der Fürsten zu kopiren, und der Krämer blähete sich, wenn er, gleich ihnen, auf Wasserkünste und Statuen zeigen konnte. Der Genius des Orts rächte sich an der verwegenen Nachäffung. Der eingeschränkte Bezirk des Platzes machte die Unbesonnenheit nur desto sichtbarer. Was in einem ausgedehnten Garten schicklich oder erträglich war, ward hier lächerlich. Man eilte darauf von einer Thorheit zu der andern. Man bemalte den Boden mit Steinen und Muscheln, die Thüren mit Springwassern, und die bretterne Wand mit wilden Thieren; man schnitt aus Taxus Kanapees, und aus den Linden Fächel. […] Man verschwendete kostbare Spielwerke, und glänzte im Prunk lächerlicher Verzierungen; und überall stand zwischen dem Reichthum und dem Aufwand, die hier erschienen, ein Zeuge, der die Abwesenheit des Geschmacks anklagte.

christian cay lorenz hirschfeld, ‘theorie der gartenkunst’, bd. 5, leipzig, 1785.

weinberg / ‘theorie der gartenkunst’ von christian cay lorenz hirschfeld + die pfalz

Weinberg.

Weinberge gehören zu dem Nützlichen. Allein sie machen zugleich die schönsten Gegenstände für das Auge in allen Landschaften aus, die ein wärmerer Himmel mit ihrem Segen schmückt. Der Reisende, an dessen Straße sie empor grünen, erfrischt sich bey ihrem Anblick, der Cultur und Fröhlichkeit ankündigt; und die Festtage der Weinlese stellen so viele heitre Scenen dar, daß jeder Freund der Natur und des Menschen gerne an ihnen Theil nimmt, gerne sie mit einem frohen Nachgenuß in den Gemälden der Dichter und der Landschafter wieder erblickt.

Ein Weinberg kann als eine besondre Gattung von Gärten angesehen werden; und in manchen Landschaften sieht man keine andre, als diese. Seine Lage auf sonnigten Anhöhen oder an hügeligten Abhängen giebt ihm einen Charakter von Heiterkeit, der sich schon bey der Annäherung ankündigt. Man genießt hier eine freye Aussicht, und athmet voll Ruhe in einer reinern Luft. Wird das Auge durch den Anblick eines Sees, der in der Niedrigung dahin wallet, oder eines vorüberfließenden Flusses, oder eines Gemisches von Wiesen und Landhütten, die unter ihm in der Tiefe ruhen, ergötzt; so hat die Lage einen so frischen und doch so sanften Reiz, der dieser Gattung überaus angemessen ist. Der Charakter eines Weinbergs ist Einfachheit. Er verträgt keine fremden Pflanzungen. Allein die Weinstöcke ergötzen nicht nur durch das Liebliche der Ueberschattung und durch die Erwartung der edlen Früchte; sie lassen sich auch zu kühlen Bogengängen bilden, in welchen die reifenden Trauben aus dem dichten Laubdach anlockend sich hervordrängen und herabhangen; an den Seiten können andre Spazierwege bald frey, bald leicht überschattet, dahin laufen, oder kleine Reblauben sich wölben. Das Vergnügen des Spazierganges kann sich hier mit der Ruhe und der sanften Anmuth der Aussichten vereinigen. Auf der Höhe kann ein Tempel, dem wohlthätigen Gott des Weins gewidmet, und mit den Sinnbildern seiner Freuden bezeichnet, oder mit den tanzenden Figuren der Satyren umgeben, leicht und fröhlich erbaut, zwischen den geselligen Umarmungen von Epheu und Reben emporsteigen; und unten am Eingange des Weinberges mag eine Hütte, die Wohnung des Winzers, nachläßig ruhen. Der Tempel kann inwendig zur Bewohnung für einige Personen eingerichtet werden, oder die nöthigen Bequemlichkeiten für einen kurzen Aufenthalt des Besitzers enthalten. Ruhe und liebliche Einfalt herrsche durch den ganzen Bezirk. Seine schönern Tage schenkt dem Weinberg der Herbst, in dessen Scenen er selbst ein überaus interessanter Theil seyn kann, indem das mildere Sonnenlicht zwischen den dünnern, falben, sich malerisch ändernden Blättern die blauen und gelben Trauben höher färbt, und mit jedem entwölkten Mittag der Lüsternheit reizender entgegen schwellen läßt.

christian cay lorenz hirschfeld, ‘theorie der gartenkunst’, bd. 5, leipzig, 1785. Weiterlesen

alter botanischer garten göttingen (ein spaziergang im mai)

1732/1734 wird die georg-august-universität in göttingen vom namensgebenden georg august, kurfürst von braunschweig-lüneburg (hannover), aka george II of great britain, gegründet. 1736 erhält der schweizer (→ nicht-endemische botanik: schwyzer blüemli…) albrecht von haller eine professor für anatomie, chirurgie und botanik und gründet den ‚hortus medicus‘ dessen direktor er von 1736 bis 1753 war.

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haller mit blick auf citrus in kübeln und etwas laurus nobilis…

haller, der in leiden bei herman boerhaave promovierte, veröffentlichte 1753 eine aufzählung der im garten vorhandenen pflanzen, ‚enumeratio plantarum horti regii et agri gottingensis‘: von abies bis ziziphus.

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‚ichnographiae horti academici göttingensis‘ aus dem buch von georg franz hoffmann, direktor des gartens von 1791 bis 1802, ‚hortus gottingensis quem proponit simulque orationem inchoandae professioni sacram indicit‚, göttingen 1793. Weiterlesen