Je länger wir über das Problem der Ökologie und Ästhetik nachdenken, desto tiefer geraten wir in Paradoxien, und zwar auf beiden Seiten des Begriffspaares: Die Ökologie befindet sich in einer Debatte um ihre Ziele, und die Seite der Ästhetik, der Wahrnehmbarkeit und Darstellung der Natur, befindet sich in einer tiefen Krise, der Krise der heutigen Gartenkunst. Woher kommt diese Entwicklung, was hat sich in unserer Welt oder unserer Gesellschaft verändert, daß so normal scheinende Begriffe wie Natürlichkeit und gärtnerische Schönheit in Zweifel, ins Wanken geraten?
[…]
Daß wir heute ökologisch gärtnern, erscheint mir eine Selbstverständlichkeit. Ökologisches Gärtnern ist aber noch keine Darstellung, keine Wahrnehmbarmachung von Natur. Die Mittel einer solchen neuen Gartenkunst müssen erst erarbeitet werden.

lucius burckhardt, ‚ästhetik und ökologie‘ zuerst in bauwelt # 81/39, 1990, wiederabgedruckt in ‚warum ist landschaft schön? die spaziergangswissenschaft‘, hrsg. von markus ritter und martin schmitz, berlin, 2006.

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„Je länger wir über das Problem der Ökologie und Ästhetik nachdenken, […]“ / ‚ästhetik und ökologie‘ von lucius burckhardt

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